ARCHIV:
 

zurück zum Tagebuch


06.03.2002

Heute habe ich meine Internetseite in das Netz gestellt. Mein derzeitiger Vorbereitungsstand ist folgender: Ich habe bereits die erste Rate der Studiengebühren an meine Universität gezahlt, mein Visum erhalten, mir eine große Transportkiste gekauft (Bild folgt, sobald ich meine Digitalkamera habe) und mein Flug ist reserviert.  Außerdem bin ich gerade dabei, meine Versicherungen in Ordnung zu bringen, Kontakt mit Immobilien-Maklern in Australien aufzunehmen. Langsam bekomme ich ein mulmiges Gefühl in meiner Magengrube.

16.04.2002
Nun wird es doch langsam Zeit hier mal wieder meinen Status zu melden. Heute ist meine Kiste mit Hilfe von Hapag Lloyd auf die Reise nach Brisbane gegangen. Rechnung und Daten werde ich hoffentlich nächste Woche erhalten. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, der Flug (mit Cathay Pacific) ist mittlerweile gebucht. Ich werde am 14.05.2002 von Hamburg über London nach Hongkong fliegen, dort nach 2 Nächten StoppOver abends dann weiter nach Brisbane. Eine Unterkunft für die ersten zwei Wochen habe ich ebenfalls gebucht. So langsam kann das Abenteuer seinen Lauf nehmen. 

08.05.2002
Jetzt sind es nur noch 5 Tage bis zum Abflug. Die letzte Woche wurde hektisch. Allmählich muss ich mich von vielen Freunden und Verwandten, Bekannten verabschieden. Viele werde ich die nächsten 16 Monate nicht wieder sehen. Auch die Beschaffung eines Laptops und einer Kamera stellen sich als schwierig da, da ich mir bestimmte Modelle ausgesucht hatte, die jetzt plötzlich nicht (mehr) lieferbar sind. Zahnarzt, Augenarzt etc. musste ich auch noch abklappern, denn ich wollte nicht als erstes in Aussieland Ärzte kennen lernen. Das Ticket ist ausgestellt, aber noch nicht abgeholt. Langsam wird es spannend...

14.05.2002
So nun ist es doch tatsächlich schon soweit, ich sitze im Flugzeug in Richtung London. Das Abschiednehmen fiel mir sehr schwer, aber was macht man halt nicht alles für die Bildung :-). Ich werde ja hoffentlich alle wieder in 16 Monaten gesund und munter wieder sehen. Stopp, meine Freundin wird mich bereits im Juli  besuchen und in Brisbane Ihre Wahlstation (Rechtsreferendariat) absolvieren und noch ein paar andere haben sich schon als Besucher angekündigt.

16.05.2002
Der Flug nach Hongkong verlief ohne Probleme, d.h. fast, in London habe ich mir eine ordentliche Erkältung geholt und bin daher als erstes zu einem Arzt in Hongkong gegangen. Die findet man fast überall unter "Medical Center", gezahlt wird natürlich cash oder per Kreditkarte. (ACHTUNG! Ein Arzt in meinem Hotel hätte eine Grundgebühr von bereits 1200 HKD gekostet) Der Spaß ist richtig günstig, hat gerade mal 180 HKD incl. Medikamente gekostet (ca. 25 Euro). Nichtsdestotrotz habe ich heute eine Stadtrundfahrt mitgemacht. Diese entpuppte sich jedoch schnell als "Kaffeefahrt". Zuerst wurden wir zu einer Goldschmiede gefahren, wo man natürlich zu super günstigen Preisen Schmuck kaufen konnte, danach zu einem Souvenirladen und anschließend zum "Peak".  Für 50 HKD konnte man dann noch eine kleine Ausfahrt mit einem Wassertaxi machen, um die Hausboote zu sehen. Hongkong selbst ist eine absolut, ich möchte fast sagen "wuslige" Stadt. An allen Ecken und Enden bewegt sich etwas. Ich kam mir jedenfalls mit meinen 193cm irgendwie komisch vor, ging mir doch kaum ein Einheimischer bis zu meinen Schultern. Die angeblich so günstigen Elektronikpreise habe ich nicht vorgefunden, außer man ist bereit auf seine Garantie zu verzichten. Das ganze nennt sich dann "Second". Ach ja bei mir hatte es so ca. 28 C° mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie das dann im August bei 40C° und 90% Luftfeuchtigkeit aussieht, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Wer also hitzeempfindlich ist, sollte lieber die Monate Nov.-Jan. vorziehen.

18.05.2002
Nach einem weiteren Nachtflug war es dann endlich soweit, ich konnte den ersten Blick auf Australien erhaschen. Doch das was ich da sah, fand ich doch anfangs recht ernüchternd. Sah doch alles auf den ersten Blick wie eine Mondlandschaft aus. Doch beim Anflug sah es ganz anders aus, aber wie sollte es anders sein, meine uralte Kamera versagte ihre sonst doch so treuen Dienste und ich kann Euch kein Foto zeigen. Werde demnächst ja meine Digitale bekommen.  Brisbane ist eine richtig grüne Stadt und das beginnt schon am Flughafen. Ach ja Flughafen und Einreise: Also so schlimm wie man es manchmal liest, war das bei mir alles nicht. Ich hatte ein paar Medikamente dabei (aus Vorsicht sogar mit Rezept), die hatte ich zwar angegeben, aber interessiert hatte es keinen. Außerdem hatte angegeben, dass ich einen höheren Wert als 400 AUD einführen wollte (Laptop, Handy, IPAQ etc.). Bei der Zollkontrolle hat man daraufhin meinen Koffer durchleuchtet und mir die Frage gestellt, ob ich denn das zu meinem Studium bräuchte. Antwort von mir war natürlich ja und das hat man mir mit "Welcome und have a good time"  erwidert. Fertig, ich war durch. Das einzige, die Hunde sind echt süß, aber ich warne jeden, lieber alles angeben, die riechen echt alles. Außerdem ist die Aussicht auf eine eventuelle Einfuhrerlaubnis (insoweit es nicht frische Früchte sind) gar nicht schlecht und allemal viel besser als eine hohe Geldbuße. Falls man Pech hat, muss man das Angegebene dann halt per Post zurückschicken oder es wird vernichtet. Viel mehr als einen kleinen Spaziergang habe ich an dem Tag nicht mehr gemacht.

19.05.2002
Heute habe ich erstmal ausgeschlafen (von 18.00 bis 8.30). Doch seitdem bin bzw. war ich fit....gähn, jetzt ist es gerade kurz vor 22 Uhr, Euch in Deutschland also 8 Stunden voraus. Und kopfüber läuft es sich auf Mutter Erde auch ganz gut :--).
Das Wichtigste zuerst, hier gibt es McDonalds, Dunken Donut, Hungry Jack (alias Burger King), Pizza Hut... und die Ladenöffnungszeiten sind so ca. Mo-Do 9.30 - 18.00, Fr. 9.30-21.00 und das Beste, Samstag und Sonntag von 9.30 bis 17.00. Brisbane hat, wie ich finde, eine nette Innenstadt und kommt mir sehr sauber vor. Man findet eigentlich, zumindest nicht auf den ersten Blick, keine vergammelten Häuser. Was einem Europäer natürlich auffällt, ist, dass es kaum alte Bauwerke gibt und man so manchen schon 70er Flair ansehen kann. Aber werdet Ihr alles selbst sehen, wenn  mein nächster Film voll ist.
Am Nachmittag habe ich dann noch bei meiner Universität vorbeigeschaut. Sieht ja von außen echt schön aus....wenn das alles nur nicht so groß wäre. Was soll´s, morgen werde ich versuchen mich einzuschreiben.      

20.05.2002
Das mit dem Einschreiben war von mir wohl zu leicht gedacht, geht nämlich erst in der "orientation week". Tja und da ich halt vorher schon einen Englischkurs belegen muss, darf ich das zwar aber ohne Uniservice, sprich nicht als Student. Auch der accomodation service entpuppte sich als nicht gerade sehr hilfreich. Mehr als Angebote, die auch im Internet zu finden sind sowie ein paar generelle Infos, waren auch nicht zu holen. (hier ein Blick auf das Unigelände)

21.05.2002
Heute werde ich mal alle Makler und Wohnungsangebote abklappern. Dazu habe ich mir von Deutschland aus bereits einen Mietwagen bestellt. Holidayauto hatte sich dabei für mich am günstigsten herausgestellt, da dort keine Selbstbeteiligung verlangt wird. Mal sehen was mich erwartet... 
Nachtrag:
Das mit dem Mietwagen hat geklappt, ich bin jetzt stolzer Golffahrer, wohl der einzige in ganz Brisbane, habe bisher noch keinen anderen gesehen. In Sachen Wohnung bin ich mal alles, was mir schon in Deutschland angeboten wurde bzw. was ich im Internet und bei der Uni gefunden habe, abgefahren....oh Graus... hier gilt wohl das Motto, was kein Australier haben will, wird möbliert, irgendeinen Idioten werden wir schon finden. Z.B. gibt es hier die "Whitmore Parks", sind auch im Internet zu finden und werden von der Uni angeboten: uralt, vergammelt und ohne Auto kaum zu gebrauchen und dafür soll man auch noch Geld zahlen (ca. 200 AUD pro Woche) ??? Wirklich nicht. Oder wie wäre es mit einer Wohnung mit einer Haupstraße in Deckenhöhe vor der Nase? Durch Zufall habe ich total entnervt an einer Siedlung am Eingang der Uni ein Schild gesehen: "Unit for Rent". Dort habe ich nachgefragt und tatsächlich, da musste jemand dringend den Wohnort wechseln. Eine echt tolle 3-Zimmer-Wohnung zu einem für diese Lage guten Preis. Zwar ohne Möbel (aber mit Küche, Einbauschränken und Waschmaschine), dafür in solch einer Lage, dass man wahrscheinlich kein Auto braucht... Kurzum, ich habe mich darum beworben. Dafür musste mir noch meine Bank in Deutschland eine Bestätigung schreiben, dass ich die Miete für die nächsten 16 Monate zahlen kann, und das an die resident managers faxen. Morgen früh erfahre ich mehr. (ganz oben das ist sie meine Wohnung)

22.05.2001
Ups, nachdem ich mir gestern Abend ein Bier gegönnt habe, habe ich doch glatt bis 9h22 geschlafen. Der Jetlag ist wohl langsam ausgestanden:-). Also habe ich mich wie immer fertig gemacht und mich in ein Café zum Frühstück gesetzt. (Kaffee machen die hier ganz guten). Das einzige, was mir noch fehlte, war der blöde Anruf, ob ich die Wohnung bekomme. Schon doof, wenn man sich eine Prepaid-Karte kauft und vergisst, dass es eine Mailbox gibt. Ca. um 11 Uhr habe ich das dann auch schon mitbekommen. Ja, ich habe die Wohnung - JUHU- und noch dazu mit Pool in der Anlage... Ihr dürft neidisch werden... grins. Kleiner Hacken an der Sache war nur noch, ich musste einen Bond in Form von 4 Wochenmieten und die ersten beiden Mieten zahlen. Und nun bekommt erst mal über 1000 AUD auf die Schnelle zusammen, da kann ich nur sagen, alles an ec- oder Kreditkarten nach Australien mitnehmen, was Ihr bekommen könnt.
Dann ging es zu IKEA. Ja, die Schweden sind überall,  das Sortiment ist ebenfalls völlig identisch und die Sachen haben auch alle denselben unaussprechlichen Namen. Nur die Preise sind teilweise etwas günstiger. Also bin ich jetzt stolzer Eigentümer eines SUNDNES Bettes etc. Geliefert wird nächste Woche Mittwoch. Das einzige Problem, das IKEA hat, ist, dass Bestellungen von nicht vorrätigen Sachen 12 Wochen brauchen, da die Sachen grundsätzlich über Europa verschickt werden, egal wo produziert.
Etwas unerfreulich war meine erste Begegnung mit einem officer, was mir einen Strafzettel in Höhe von 60 AUD einbrachte. Ich parkte unter einem kleinen Schild mit einem "S", das mehr wie eine Schlange aussah und das wohl, wie ich mittlerweile weiß, ein absolutes Parkverbot bedeutet. Strafzettel kann man erstaunlicher Weise übrigens online mit Kreditkarte bezahlen.

24.05.2002
Da gestern nichts wirklich aufregendes passiert ist, schreibe ich erst heute wieder. Da nichts direkt auf dem Programm stand, hatte ich heute beschlossen, an die Gold Coast zu fahren. Mein erster Eindruck war, eine typisch touristisch verbaute Gegend. Daher hatte ich beschlossen, in einer Mall einkaufen zu gehen und die grundlegendsten Dinge zu kaufen wie Toaster, Bügeleisen, Mehl …und Kaffee und da geschah es, der Kontakt mit den Aussies wurde aufgebaut. Ratlos vor der dem Kaffeeregal stehend bat ich einen älteren Herr um Hilfe, welcher dieser Kaffees denn nun eigentlich für ein Maschine geeignet sei. Nach einem Vortrag darüber kamen wir ins Gespräch, über diese und jenes. Er lud mich anschließend auf einen Kaffee zu sich nach Hause ein und wollte mir dort anhand einer Karte die schönsten Gegenden zeigen…. doch alles kam anders… als wir bei Ihm zu Hause ankamen, hatten seine Nachbarn eine Geburtstagsparty für ihn vorbereitet, also wurde ich hierzu eingeladen und verbrachte meinen Nachmittag in sehr netter Gesellschaft. Für nächste Woche bin ich zum Sightseeing eingeladen…

27.05.2002
Heute habe ich die Schlüssel zu meiner Wohnung bekommen. Die wurde schon das ganze Wochenende vor mir geputzt (angeblich zumindest), aber irgendwie sieht es immer noch aus wie Sau. Der heutige Tag besteht daher nur aus putzen, putzen und saubermachen. Das wird wohl eine unendliche Geschichte... Den Backofen habe ich 5 Stunden lang versucht, mit der ganzen Bandbreite an chemischen Keulen sauber bzw. benutzbar zu bekommen. Dann habe ich beschlossen, auf dieses Teil zu verzichten und den Deckel zuzumachen. Inzwischen habe ich erstaunt feststellen müssen, dass die Badfugen gar nicht dunkelgrau, sondern eigentlich hell sind bzw. wären!

28.05.2002
Und ich putze immer noch...

29.05.2002
Heute kommt IKEA und ich kann endlich das Hotelzimmer räumen. IKEA in Australien aufbauen ist nicht weniger anstrengend als in Deutschland. Natürlich fehlen auch hier ein paar Teile, aber was soll´s. Damit muss man leben, ich als eingefleischter IKEA-Kunde bin es gewöhnt. Spät Abends steht endlich alles. Somit steht der ersten Nacht in meinem eigenen Bett nichts mehr im Weg. Dafür gibt es noch ein Problem mit der Uni. Das enrolment form für den Englischkurs hatte mein Representative an die UQ geschickt, dort ist es auch angekommen, aber nie bearbeitet worden. Somit bin ich in den für mich obligatorischen Englischkurs nicht eingeschrieben, obwohl ich die Gebühren gezahlt habe. Zum Glück akzeptierte die Dame, die am Sprachenzentrum zuständig ist, meine -sehr späte- Einschreibung noch.

30.05.2002
Juhu, heute kommt meine Kiste... Denkste, zu früh gefreut. Mal von vorne. Heute bin ich voller Erwartung zum Hafen nach Brisbane gefahren, sollte doch die „Talabot“ mit meiner Kiste an Bord letzte Nacht eingelaufen sein. Ja da war sie, ganz schön groß so ein Containerschiff, wenn man davor steht. Bloß wie nun an meine Kiste kommen. Nachdem ich mich auf der Suche nach der Einfahrt zum Autoparkplatz ordentlich verfahren hatte und in irgendeinem Sperrgebiet gelandet bin, wurde ich von der Hafen-Security freundlich mit Signallicht zum Parkplatz begleitet. Ein freundlicher Mitarbeiter hat mich dann darüber aufgeklärt, dass das mit der Kiste vor Dienstag nichts wird, weil diese erst aus dem Container ausgepackt werden muss und ich sowieso noch die Zoll- und Quarantänefreigabe so wie meinen Delivery-Schein brauche. Also bin ich erst zum Agentenbüro (Partner von Hapag-Lloyd) gefahren und habe dort meinen Delivery-Schein geholt, bin dann zum Zoll gefahren, habe dort ein ellenlanges Formular ausgefüllt, dann einen Stempel bekommen sowie eine Quarantänerechung in Höhe von 72 Dollar im voraus für die Begutachtung durch einen Quarantänebeamten. Toll, mal sehen wie das am Dienstag wird, vor allem da ich dann bereits einen Kurs an meiner Uni habe.

Zum Thema Einkaufen muss ich heute noch was loswerden. 24 Flaschen Bier à 375ml kosten im Angebot 30 Dollar, eine Flasche Tequila  gleich mal 39 Dollar. Ein Rausch wird also echt teuer.

31.05.2002
Heute war ich als erstes einmal in der Uni, um abzuklären, ob es möglich ist, auch einmal während des Englisch-Kurses zu fehlen, muss ja Dienstag mein Kiste abholen. Dies ist Gott sei Dank möglich, ich muss mich nur bei meinem Lehrer abmelden. Jawohl „Teacher“, ich komme mir wie in meine Schulzeit zurückversetzt vor. Guten Morgen, Herr Lehrer...
Nachdem das geklärt war, habe ich beschlossen, mir mal wieder einen Tag frei zu nehmen. Meine Wohnung ist zwar immer noch nicht überall sauber, aber alle „lebenswichtigen“ Bereiche sind mittlerweile benutzbar.  Also bin ich mal wieder zu Ervin ( der mit dem Kaffee und der Überraschungsfete) an die Goldküste gefahren. Dabei musste ich ihn aus seinem Mittagsschlaf reißen, aber auf meinen Vorschlag, ob er mich an das Meer begleiten wolle und wir zusammen einen Kaffee trinken wollten, sprang er gleich mit Begeisterung an. Somit hatte ich also auch meinen Fremdenführer. Ervin ist wirklich nett und seine 79 Jahre merkt man Ihm eigentlich nicht an.
Der Sandstrand an der Goldküste ist wirklich gigantisch. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist er 30km lang. Schade an der ganzen Sache ist nur, dass die Australiers es lieben Hochhäuser an die schönsten Stellen zu bauen, obwohl sie ja eigentlich enorm viel Platz hätten. Aber davon dürft Ihr Euch selber überzeugen. Bei unserer Sightseeing Tour sind wir dann auch an einem ehemaligen „Aboriginal“ - Laden vorbeigekommen, der gerade ausgeräumt wurde. Das war meine Chance, ich habe mir ein Didjeridoo gekauft, mit 50% Rabatt. Doch zum Spielen bin zumindest im Augenblick einfach noch zu doof.

02.06.2002
Heute ist der letzte Tag vor dem Beginn meines Unikurses. Daher habe ich mich heute trotz schlechten Wetters zu einem Ausflug an die "South Coast" aufgemacht. Auch dort gibt es wunderbare Strände und das ganze -man staune- ohne Wolkenkratzer. Teile sind sogar absolut naturbelassen. Einfach nur traumhaft.

Danach war ich dann nochmals in der Stadt. Hab ich eigentlich schon erzählt, dass es dort wie  in den USA in jeder Shopping Mall einen food court gibt. Das ist wirklich genial, man kann dort für 5-8 Dollar richtig essen und das ganze noch gut. (Chinesisch, Japanisch (Sushi Rolle groß 1.60Dollar), Thailändisch, Indisch, Mexikanisch......)

 

03.06.2002
Heute beginnt mein EMBAS-Kurs, ein Englisch-Kurs, der gezielt auf Business-Studenten abgestimmt sein soll und auch nur zukünftigen Studenten eben solcher Studiengänge offen steht. Bin ganz schön gespannt, welche Leute da noch so drinsitzen... Dann die Überraschung per email, ich kann die Kiste heute schon vom Hafen abholen. Also bin ich zunächst zu dem Kurs. Neben mir sind es noch 15 weitere Teilnehmer, vor allem aus dem asiatischen Raum wie Korea, Japan, Singapur, Thailand etc., ein Franzose und ein Ecuadorianer. Anstatt des angesetzten Rundganges über das Unigelände bin ich dann wieder abgedüst, um die Kiste zu holen.  Die Papiere für Zoll und Quarantäne bekam ich in der Innenstadt, die Quarantäneuntersuchung selbst fand am Hafen statt. Sie stellte sich übrigens als lang nicht so schlimm heraus, wie ursprünglich vermutet. Nach gerade mal 5 Minuten war die Untersuchung, für die 1,5 Stunden angesetzt waren, schon wieder vorbei. Ich musste nur den Staubsauger und Schuhe vorzeigen. Allerdings scheint der Zustand meiner Kiste wohl eher die Ausnahme zu sein. Bei dem Großteil der Seekisten muss der Quarantänebeamte wohl tatsächlich alle Hände voll zu tun haben, so schlimm/dreckig müssen diese bzw. ihr Inhalt aussehen. Für jeden, der sich ebenfalls überlegt, eine Kiste per Schiff loszuschicken, noch ein Tipp: Unbedingt darauf achten, dass man in Deutschland bereits den Komplettpreis genannt bekommt, andernfalls kann es passieren, dass man richtig viel Geld in Australien an Hafen- und Entladegebühr hinblättern muss. Dies blieb mir zum Glück erspart. Für den Transport hatte ich einen Kurier engagiert, der mir die Kiste für 60 AUD durch die Stadt gefahren und - was wichtiger war - mit mir in den 2. Stock geschleppt hat. Dann wieder zurück zu meinem Kurs, der bis fast 16 Uhr dauerte. Danach hat es mir erst mal gereicht...

07.06.2002
Heute Abend waren wir bis in den frühen Morgen hinein in vielen Kneipen unterwegs. Die Stadt hat wirklich auch nachts leben ins sich. Schön ist, dass es genügend Orte gibt, bei denen kein Eintritt fällig wird. Die Preise für Getränke sind mit 4,50-5 AUD für 1 großes Bier (ca. 500ml) oder ein Barcadi Cola aus meiner Sicht nicht teuer. Schön fand ich auch, dass man hier ganz ungezwungen auch mal von Australiern angequatscht wird und man mit ihnen echt viel Fun haben kann. Seit heute gewähre ich einem neu gewonnen Freund namens Andres (aus Ecuador) für ein paar Wochen Unterschlupf. Er hatte bei der Wohnungssuche nicht das Glück wie ich, sich zu verfahren, und war über das, was er zunächst bekommen konnte, ziemlich unglücklich.  Ab der 2. Juli-Woche bekommt er in der gleichen Anlage wie ich eine in etwa gleich große Wohnung, solange bleibt er bei mir. Für die Wohnung sucht er noch einen Mitbewohner, bei Interesse, einfach mir mailen ...!!!

9.6.2002
Endlich mal ausschlafen, das tut auf jeden Fall verdammt gut. Gegen Abend habe ich Andres, Sashi, eine Japanerin aus meinem Kurs und Olivia, eine Koreanerin zu Spaghetti arrabiata eingeladen.  Der Abend war sehr lustig, mein momentaner Mitbewohner hatte ein paar Bier zu viel, was schon spaßig genug wurde, und ich konnte viel über die Sitten und Gebräuche anderer Länder lernen. So z.B., dass Japan wohl eher ein Land für Super-Machos ist. Ich kannte die Story meines so-gut-wie-Schwagers von japanischen Akademikerinnen, die in Anwesenheit eines japanischen Mannes, insbes. Chefs keinen Ton mehr von sich geben, konnte mir das aber kaum vorstellen und wurde nun eines Besseren belehrt. Von dem Essen existieren Fotos, die ich hoffentlich bald bekommen und dann auch hier veröffentlichen werde. Olivia ist scheinbar verzweifelt auf der Suche nach einem Mann und verzweifelte damit aber auch an Andres und mir, die wir beide fest vergeben sind. Irgendwann fiel sie nämlich über ein Foto von meiner Freundin und mir, das in meinem Wohnzimmer steht und baggerte dann Andres an, der ihr von seiner Freundin erzählte. Das war´s dann... :-)))

10.06.2002
Heute fahren wir zur Erholung mit dem Zug an die Gold Coast. Als Student kostet die Fahrt nur 6 AUD und ein paar Zerquetschte. Aber auch als Nicht-Student kann man sich die Fahrt, ca. 1 Stunde, leicht leisten. Zug fahren in Deutschland ist bedeutend teurer.

28.06.2002
Heute hat Sachi, eine Japanerin aus dem EMBAS - Kurs Geburtstag. Um ihr eine kleine Freude zu machen, bin ich noch vor dem Kurs zu Wollworths und habe ihr einen kleinen Kuchen dort gibt es fertige "Happy Birthday" - Kuchen für 12 AUD, und Kerzen gekauft und sie in dem Kurs überrascht.
 

03.07.2002
Ja ja, Ihr habt ja alle Recht, lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen, aber ich war irgendwie dauernd unterwegs und bin außerdem gerade dabei diese Seite in Englisch ins Netz zu bekommen.

Was ist so in der letzten Zeit passiert:


Der EMBAS (Englischkurs für MBA Studenten) hat es endlich geschafft, sich an der Uni einzuschreiben. Seit dem verfügen wir über unseren Studentenausweis mit dem begehrten „Transport“ - Zeichen, wodurch wir in Brisbane nur noch die Hälfte an Gebühren für Bus etc. zahlen. Die Geschichte oder besser die Odyssee des Einschreibens werde ich demnächst unter einer neuen Rubrik „Studium“ veröffentlichen. So viel sei nur gesagt…..es lebe das Chaos.  

Der Englischkurs geht diese Woche zu Ende und wirklich traurig bin ich darüber nicht.

WM, natürlich habe ich die Fußballspiele gesehen. War für uns von der Zeit her viel besser als für Euch, wir sind ja 8 Stunden voraus. Das Lustigste war das Endspiel, das ich mit Carlos, einem Brasilianer, in dem Sports Pub „Adrenalinas“ angesehen habe. Danach sind wir dann ganz deutlich in einem Club „Down Under“ abgesoffen. Bier ist in  Kneipen recht human hier, 1140ml für 9 AUD.

 

Tja und ansonsten bin ich eigentlich nur damit beschäftigt gewesen, meinen Timetable zu erstellen und Wohnungen zu suchen sowie Fragen zu beantworten für so manchen meiner  Internetbesucher. Daher habe ich auch beschlossen ein „Aussieland“ Netzwerk oder Club zu gründen.

 

Ach ja an alle meine Leser, die hier zum Studium nach Australien kommen, werft bitte Euren „Boarding Pass“ nicht weg. Ich habe hier mit einem Sushiladen (es ist wirklich das beste Take Away ) verhandelt und so wie es aussieht, bekommt Ihr mit Eurem „Boarding Pass“ und einem Aussieland Gutschein Sushi for free. Außerdem habe ich bei einem günstigen Golfladen einen 10% Rabatt für „Aussieland“ bekommen. Die Gutscheine etc. werdet Ihr alle hier bald finden. In der nächsten Woche sollte dann alles online gehen, ebenso eine aktualisierte Brisbane Seite (ab Samstag ist meine Digitalkamera da).

 

04.07.2002
Abschiedsparty in Ed´s Haus. Zum Abschluss unseres Englisch-Kurses hat uns unser Lehrer Ed (Ed´s Ursprünge stammen aus Malta) zu einer Lunch-Party eingeladen. Sein Haus ist ein original Queensländer Haus, aus Holz. Es steht auf Stelzen, damit es durch die zirkulierende Luft schneller auskühlt. Diese Art von Häuser sind hier sehr verbreitet. Zu dem Lunch sollte jeder etwas Landestypisches zum Essen mitbringen. Mein Einfallsreichtum war sehr begrenzt. Also habe ich den uns Deutschen anhaftenden Vorurteilen Kraft verliehen und habe ein paar deutsche Würste zum Barbecue mitgenommen (ein Japaner hat mir erzählt, dass es in Japan sogar Frankfurter Würstchen gibt und auch der japanischen Wurt gerne deutsch -klingende Namen gegeben werden). Es war ein sehr interkulturelles Essen mit japanischem Sushi, chinesischem Curry-Huhn, thailändischer Suppe, australischem Salat (aus Ed´s Garten)...

 

05.07.2002

Juhuu, ich habe meine Wohnung wieder für mich allein !!!!!! Alles in allem war es für mich eine sehr interessante, interkulturelle Erfahrung. Ansonsten war der Tag nicht sehr ereignisreich, wobei ganz stimmt das nicht, wir wurden heute am letzten Tag unseres Kurses zu Kaffee und Kuchen von der Business School eingeladen, wo wir Infos über das Studienprogramm erhalten sollten. Ich fand aber, dass diese Veranstaltung reichlich zu spät angesetzt war.

 

06.07.2002

Heute kam meine Freundin endlich. Ich habe sie vom Flughafen abgeholt, den Weg rückwärts haben wir gleich größtenteils mit dem City Cat zurückgelegt, weil man so schon mal einen schönen Blick auf Brisbane bekommt. Danach waren wir im Indooroopilly Shopping Center. Sie war ganz begeistert von der Masse an Läden, wo man so viel Geld lassen kann. Abends hat Sashi eine Party gegeben. Ein paar der EMBAS - Studenten mussten noch den IELTS schreiben und das sollte gefeiert werden. Anfangs wollten wir gar nicht hingehen, Alex war fertig, war schon seit Donnerstag 4 Uhr deutscher Zeit auf den Beinen, aber ein bisschen später haben wir doch noch vorbeigeschaut. So manchem ging es da aufgrund zu extensivem Rotwein-Genuss nicht mehr allzu gut.

 

07.07.2002

Nachdem wir erst einmal richtig ausgeschlafen haben, habe ich Alex die Innenstadt gezeigt. Sonntags sind die Geschäfte dort offen. Am Nachmittag, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal eine kleine Party bei uns, aber nur im kleinen Kreis, wir hatten Sashi, Shunji (ebenfalls Japaner) und Stephen (Chinese) zum Barbecue eingeladen. Wir hatten butterweiche Rum-Steaks (sind hier richtig billig), Sour Cream, Kartoffeln, Aki (was ecuadorianisches), selbst gemachten Avocado - Dipp und, nicht zu vergessen, Bier. Hatten tolle Gespräche über Politik in China, Japan, Deutschland, Vorurteile, Wohngemeinschaften, Autos, Bier usw.

 

08.07.2002
Erholung vom stressigen Party-Wochenende :-). Haben den Mount Coot-Ha besucht, von dort hat man einen tollen Blick auf ganz Brisbane. Danach waren wir noch in Southbank und in der Stadt.

 

10.07.2002
Die Business School hat heute zur offiziellen Begrüßung aller neuen MBA-Studenten eingeladen. Ein wichtiger Grund, dort hinzugehen, sind die freien Getränke und die Häppchen (Sushi und allerlei Sachen, die zwar gut waren, die ich aber noch nicht kannte). Soweit ich das beurteilen kann, bin ich der einzige Deutsche, der im Semester 2 einen MBA an der UQ beginnt. Die Studenten kommen aus China, Ecuador, Frankreich, Botswana, Japan, Korea, Hongkong, Taiwan, Thailand etc. und natürlich Australien. Ist eine recht bunte Mischung. Leider wurden wir nach gerade mal 2 Stunden schon wieder rausgeworfen, weshalb wir den Abend in einem Café (im Freien) in der Innenstadt ausklingen lassen mussten.
Bereits am Mittag waren Alex und ich beim Goodearth Hotel, wo ich die ersten 10 Tage in Brisbane gewohnt hatte, um Konditionen für Aussieland-Besucher auszuhandeln. Den entsprechende Voucher und weitere Infos findet Ihr unter Brisbane/Goodies. 

12.07.2002
Heute habe ich einen Gutschein von "Sushi City", einem japanischen Take-away unter Goodies einbauen können. Unter Vorlage der Gutscheines, der Boardkarte und dem australischen Studentenausweis bekommt Ihr jetzt in Brisbane in der Queen Street Mall Vergünstigungen. Näheres erfahrt Ihr unter Brisbane/Goodies. Guten Appetit!

13./14.07.2002
Am Samstag haben uns thailändische Studenten zu einem original thailändischen Essen eingeladen. Die Party fand bei Eric, einem Thailänder, der bei seinem Onkel in Goodna wohnt, statt. Gekocht wurde eigentlich nur von 3 weiblichen Thais, wenn wir uns das recht überlegen. Wir fuhren schon früher hin, denn wie oft hat man schon die Gelegenheit zu schauen zu können, wie thailändisches Essen gemacht wird. Wir hoffen, dass wir demnächst auch die Rezepte bekommen und werden diese dann auf Aussieland veröffentlichen. Zu dem Essen kamen die üblichen Verdächtigen des EMBAS-Kurses mit nur wenigen Ausnahmen, die leider keine Zeit hatten. Das Essen war großartig. Es gab eine Curry-Huhn-Suppe, Reisnudeln, gegrilltes Scheinefleisch mit einer wahnsinnig tollen Erdnuss-Sauce (dieses Rezept brauchen wir ganz dringend) und noch eine Art Hackfleisch auf Salat etc. Auch die Nachspeisen waren außergewöhnlich, wobei das grüne Zeug nicht unbedingt einladend aussah.:-)
Der Sonntag begann etwas unangenehmer. Ich hatte heute (!) den ersten Kurs meines Pre-Semesters. Netter Studienanfang, oder? Nächstes Wochenende wird es aber noch schlimmer, da habe ich Kurs den ganzen Samstag und den ganzen Sonntag. Heute Nachmittag waren wir dann noch zu einem Barbecue eingeladen, das für den Kurs entschädigt hat.

15.07.2002
Carlos, ein brasilianischer Mitstudent, und ich sitzen mal wieder über den Kursen, die wir dieses Semester belegen wollen. Zwar bekommt man -angeblich individuell angefertigte- Vorschläge der Business School, wann man welchen Kurs besuchen sollte, für mich war der erste4 Vorschlag aber gar nicht machbar, denn zwei Kurse überschnitten sich. Der zweite Vorschlag, den ich bekam, nachdem ich den Fehler moniert hatte, sah einen 9 Stunden Dienstag vor. Das fand ich dann doch zu heftig. Man muss somit leider selber darauf achten, welcher Kurs in welchem Semester überhaupt angeboten wird, ob man einen Kurs vielleicht erst belegen darf, nachdem man einen anderen absolviert hat etc. Das ist ganz schön Arbeit und nervt, insbesondere da sich viele Kurse zeitlich überschneiden. Der zuständigen Dame der Business School habe ich daraufhin eine Email geschickt, dass der Dienstag vielleicht etwas zu heftig sei, bei ihrem verbesserten Vorschlag wurden die Kurse an diesem Tag immerhin auf 7 Stunden reduziert und ich hätte Samstag an der Uni antanzen dürfen. Somit haben wir uns lieber selbst die Arbeit gemacht. Es ist nur zu verständlich, dass die Uni nur einen Vorschlag machen kann, sicher aber nicht für jeden Studenten einen völlig durchdachten Stundenplan erarbeiten kann. Heraus kam schließlich ein machbarer Stundenplan. Hoffentlich zumindest.

17.07.2002
Heute hatte ich mal wieder den ganzen Tag Kurs, es ist ja noch Pre-Semester. Ob ich diesen Kurs tatsächlich belege, weiß ich noch nicht, denn ich müsste nächste Woche insgesamt 4 Assignments abgeben, ich weiß noch nicht, ob das nicht zu viel ist. Ich kann es mir noch bis nach dem ersten Assignment überlegen, was ich fair finde. Das Problem an den Kursen ist, dass man innerhalb relativ kurzer Zeit wahnsinnig viel lesen muss. Pro Kurs rappeln sich da locker 500 Seiten zusammen, die sich natürlich summieren. Ganz schöne stressig außerdem, einem Australier von 9h bis kurz vor 17h zuhören zu müssen.

18.07.2002
Wir waren heute lediglich Bücher kaufen in dem Book Shop der Uni. Der gewährt Studenten einen 8 % Rabatt auf Studienbücher. Mittags aßen wir dann auf dem Campus im "Tanja´s" einen Caesar´s Salad, den ich jedem nur empfehlen kann. "Tanja´s" liegt direkt am Hauptgebäude der Uni in St. Lucia, hinter der Bibliothek.

20.07.2002
Ich kann es selbst kaum fassen, aber ich musste tatsächlich an einem Samstag um 7h30 an der Uni sein. Gar nicht so einfach, zu dieser Uhrzeit am Wochenende aus dem Bett zu kommen. Dafür gab es Frühstück, leider aber eher die britische Variante mit Beans, die nicht so ganz mein Fall ist. Danach mussten wir Gruppenspielchen machen, hatte was von Kindergarten. Später gab es Tee mit Keksen. Zum Lunch gab es Sandwiches. Wir waren somit rundum versorgt.:-) Nachmittags bekamen wir dann hohen Besuch vom Governor des Staates Queensland.  

21.07.2002
Auch mein Sonntag besteht in einem ganztägigen Kurs. Das ist aber bis auf weiteres zumindest mein letzter Wochenendkurs. Die Kurse im Semester selbst werden größtenteils sowohl am Wochenende als auch unter der Woche angeboten, so dass man sich das aussuchen kann. Die Kurse an den Wochentagen sind außerdem meist gegen Abend.

24.07.2002
Momentan fehlt mir leider die Zeit, täglich in mein Tagebuch zu schreiben. Noch ist Pre-Semester und das ist ganz schön stressig. Ich habe jeden Tag Kurs von 9 Uhr bis 16 Uhr und muss danach noch täglich ein assignment schreiben, weshalb ich jeden Tag bis ca. 23 Uhr vor dem Computer sitze und das noch bis Freitag... Am Montag beginnt dann das normale Semester. Also habt Mitleid...

28.07.2002
Das Wochenende war ich wieder mit dem Schreiben von assignments für das Pre-Semester beschäftigt, aber jetzt bin ich die erst mal los. In zwei Wochen ist in dem Kurs schon das Examen, so dass ich ihn dann hoffentlich endgültig los bin. Morgen beginnt das normale Semester und damit erst der richtige Stress. Ich belege 4 Kurse, also 8 Units. Da hier Pre-Semester und Semester zusammen gerechnet werden, brauchte ich wegen Overload an Units bereits eine Sondergenehmigung. Aber ich möchte den MBA gerne in einem Jahr schaffen und daher muss ich pro Semester relativ viele Kurse nehmen. Leider bedeutet das 4 assignments mit je 5000 Wörter und 2 mit 2500 Wörter, abzugeben bis Ende August/Anfang September. Meine electives habe ich nochmals geändert, nachdem ich einen Kurs aus dem Pre-Semester ziemlich interessant fand; jetzt belege ich noch ein ähnliches Thema in diesem Semester.

29.07.2002
Heute begann das Semester. Ich habe mir den "Ethical Issues in Management" heute mal angeschaut, er ist letztlich eine Fortsetzung meines Pre-Semesters. Der Kurs ist spannender, als er sich anhört, es geht wiederum viel um Privatisierung von Staatsunternehmen und wieweit das gehen soll. Wie in fast jedem Fach ist ein case study zu machen, dass heißt man bearbeitet in Gruppen einen konkreten Fall und schreibt danach separat assignments darüber. Teamarbeit ist hier sehr wichtig und wird gefördert. Diesmal besteht die Aufgabe u.a. darin, einen Interviewpartner aus dem private oder dem public sector zu finden und über das Interview zum Thema Privatisierung etc. eine Presentation zu machen. Anschließend muss dann noch ein assignment geschrieben werden. Ich höre mir diese Woche insgesamt 5 Kurse an, mal schauen, wie viel davon zu schaffen ist. Aber man kann die Kurse noch bis Ende August ohne finanziellen Nachteil droppen. Pro Kurs werden aber Wochenarbeitszeiten von 10 Stunden angegeben, wobei darin die contact hours enthalten sind.
 

zurück zum Tagebuch

 

Ich habe keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten. Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, haftet. Diese Einschränkung gilt gleichermaßen auch für Fremdeinträge in vom Autor eingerichteten Gästebüchern und Diskussionsforen. (C) Christian Rubenbauer 2002