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Das Leben in Brisbane
Meine
Universität, die University
of Queensland hat einen Campus im westlichen Teil der Stadt Brisbane im
Stadtteil St. Lucia, auf dem ich mein MBA Studium absolvieren werde. In
demselben Stadtteil, direkt an der Grenze zum Campus habe ich
glücklicherweise auch meine Wohnung gefunden. Das Nachtleben spielt sich vor allem im sog. Fortitude Valley ab, dort gibt es auch eine große Anzahl Restaurants und Cafés. In der Brunswick Street findet man Chinatown. Die Stadt verfügt über viele Grünflächen und Parks. In den meisten findet man mehrere Barbecue-Facilities. Das sind große Grills, entweder per Gas, Strom oder Holz zu heizen (kostenlos!). Das Erstaunliche ist, dass die Leute die Grills tatsächlich nach Benutzung sauber machen. Außerdem lässt die Stadt sie einmal wöchentlich reinigen. Wenn man innerhalb der Stadt dem Trubel entfliehen
möchte, kann man das in Southbank, di
Strand angelegt, der sogar von life guards
bewacht wird. Es gibt
sonst noch einige Sportmöglichkeiten, sowie entlang des Flusses einen
Fahrradweg, der gerne von Inlineskatern und Joggern benutzt wird. Überhaupt
scheinen die Australier ein recht sportliches Völkchen zu sein, überall
sieht man Menschen die walken, joggen oder Fahrrad fahren.
Damit kommen wir zu dem eigentlichen Problem Brisbanes, dem public transport. Es gibt zwar trains, Busse, Fähren und den City Cat, aber es mangelt leider an Zuverlässigkeit. Die trains, die vor allem die Vororte anbinden, sind noch relativ pünktlich, fahren leider aber nur recht selten. Die Busse kommen wann sie wollen und fahren vor allem wie die letzten Henker. Hier ist es wichtig, sich gut festzuhalten, selbst wenn man sitzt. Ist der Bus zu voll oder der Busfahrer im Zeitdruck, kann es schon mal vorkommen, dass man eine halbe Stunde auf den nächsten warten darf. Die City Cats sind morgens meist nur pünktlich oder nur geringfügig verspätet, aber gegen Mittag kann es schon mal passieren, dass 3 der 5 City Cats, die im Betrieb sind, an der UQ stehen und somit der timetable zu vergessen ist. Dafür sind die öffentlichen Verkehrsmittel, zumindest für Nicht-Studenten (alle, die nicht das "QR" für Queensland Rail auf dem Studentenausweis stehen haben) relativ teuer und um 9pm ist auf einigen Strecken schon Schluss. Um Einkäufe etc. vernünftig machen zu können und vor allem auch mal am Wochenende einen Ausflug zu machen, braucht man in dieser Stadt ein Auto. Sydney soll da viel besser sein. Wenn man Auto fahren sollte, wird man schnell feststellen müssen, dass das eigentlich sehr freundliche Völkchen der Australier zu rasenden Ungeheuern mutiert, sobald sie hinterm Steuer sitzen. Ich habe selten so viele aggressive und sture Autofahrer auf einem Haufen gesehen. Ich muss, egal wo ich hinfahre, einen Kreisverkehr vor der Uni passieren. In den komme ich zwischen 8 Uhr morgens bis 10 abends nur nach dem "Augen zu und durch" - Prinzip hinein. Freiwillig lässt einen kein Australier hineinfahren. Spur wechseln geht auch nur nach dem eben genannten Prinzip. Die Lebenshaltungskosten in Australien sind in etwa mit Deutschland zu vergleichen, nur Lebensmittel sind billiger. So kann man hier Rumpsteak für 12 AUD/Kilo kaufen (wirklich gutes, hervorragend zum Grillen geeignet). Barbecue ist übrigens eine australische Lieblingsbeschäftigung.
Weitere Infos über Brisbane
und Umgebung gibt es, sobald ich mehr erkundet habe....wie z.B. über
Chinatown.
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